1. Das Land der Millionen Kamele

Kamele in Australien? Darüber spricht bei dem ganzen Känguru-, Krokodil- und Koalawahnsinn niemand. Vor 2009 wanderten jedoch Hunderttausende von verwilderten Kamelen durch das australische Outback (wie viele es genau waren, war schwer abzuschätzen), weshalb die Regierung 19 Millionen $ in das „Australian Feral Camel Management Project“ steckte. Durch die zielgerichtete Erlegung der Tiere aus der Luft wollte man die Kameldichte deutlich reduzieren. Auch eine strenge Dürre kam zur Hilfe, sodass die Population nach dem Projekt auf etwa 300.000 gesunken war.

Die Kamele wurden von Europäern im 19. Jahrhundert eingeführt. Als moderne Transportmittel die Lastentiere letztendlich überflüssig machten, entließ man die Kamele in die Freiheit – wohl unwissend, dass sie eines Tages ein großes Problem für die heimische Biodiversität darstellen würden. Einige Tausend der erlegten Kamele landeten übrigens als Fleischprodukte in den Fressnäpfen von Hunden und Katzen, oder auf den Tellern in Restaurants. Australien exportiert regelmäßig Kamelerzeugnisse an muslimische Länder wie Saudi Arabien, wo das rindähnliche, magere Fleisch öfters auf dem Speiseplan steht.

  1. Der längste Zaun der Welt

5.614 km ist er lang – der längste Zaun auf diesem Planeten. Er ist als „Dog Fence“ oder „Dingo Fence“ bekannt und soll die Raubtiere aus dem Norden davon abhalten, das fruchtbare Grasland im Süden zu invadieren und die Schafe anzufallen. Immerhin gibt es in Australien mehr als 3mal so viele Schafe wie Einwohner! Der 1,80m hohe Zaun verläuft von der Ostküste nahe Brisbane in einem wirren Zick-Zack bis zur Südküste bei Yalata. Um den Dog Fence wird heftigst debattiert, denn im Grunde schuf man durch die Ausgrenzung der Hunde zwei unterschiedliche Ökosysteme – im Süden, wo die Dingos weitgehend fehlen, expandierten die Populationen von Kaninchen, Kängurus und Emus. Und ob Sie es glauben oder nicht, auch Kängurus können zu einer Plage werden!

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Dingos stammen übrigens von einer Gruppe von Haushunden oder gar einem einzigen trächtigen Weibchen ab, das vor Tausenden von Jahren in die australische Wildnis zog. Lange Zeit sah man die Dingos, die sich ab und an auch mit heutigen Haushunden vermischen, als Ungeziefer und Plage an; mitunter werden sie für das Aussterben einiger Arten verantwortlich gemacht. Heutzutage sind Biologen jedoch der Auffassung, dass Dingos eine wichtige Funktion für das Ökosystem besitzen, indem sie bestimmte Tierpopulationen kontrollieren.

  1. Sooooooo viele Strände

Dass Australien riesig groß ist (etwa vergleichbar mit den USA), wissen Sie bereits. Doch haben Sie schon einmal daran gedacht, dass die endlos lange Küstenlinie über 10.600 Strände beheimatet? Das bedeutet, dass Sie ganze 27 Jahre bräuchten, um jeden einzelnen Strand Australiens kennenzulernen – und das auch nur, wenn Sie wirklich jeden Tag im Jahr einen neuen aufsuchen. Übrigens war es zwischen 1838 und 1902 per Gesetz nicht gestattet, während der Tagesstunden im Meer zu baden. Wieso das so war, will heutzutage keiner mehr erörtern. Allerdings ist wohlbekannt, dass ein mutiger Mann im Alleingang das Gesetz zum Wanken brachte, als er sich absichtlich in die Brandung stellte – innerhalb von wenigen Jahren wurde das Schwimmen im Meer zur liebsten Freizeitbeschäftigung der Australier.

  1. Canberra


Haben Sie sich auch schon gewundert, warum ausgerechnet Canberra – die mit gerademal 350.000 Einwohnern achtgrößte Stadt des Landes – das politische Zentrum des Kontinents ist? Nun, die Stadt wurde 1908 als zukünftige Hauptstadt bestimmt und dementsprechend geplant, da zwischen Melbourne und Sydney ein Streit entfacht war. Als Kompromisslösung begann man 1913 damit, die von Walter Burley Griffin entworfene Gartenstadt, welche weitläufige naturbelassene Flächen und einen gestauten See in ihrer Mitte umfasst, aufzubauen. Das dauerte etwa vierzehn Jahre lang.

  1. Wo das Weltall näher ist…


Carnegie Station in West-Australien liegt am Beginn des Gunbarrel Highways, irgendwo im Nirgendwo. Ein Straßenschild zeigt an, dass es von hier aus 493km bis zur nächsten Siedlung namens Warburton und ganze 1.320km bis nach Perth sind. Nun, der Weltraum beginnt Experten zufolge in einer Höhe von etwa 100km – das bedeutet, Sie könnten gleich mehrfach zum unteren Rand der Thermosphäre reisen, bevor Sie sich auf den weiten Weg nach Warburton begeben. Denn erst dort gibt es das nächste Mal Wasser, Essen oder Benzin – Sie sollten sich also gut eindecken, bevor Sie Carnegie Station verlassen. Der „Highway“ ist übrigens nichts weiter als eine mehr oder weniger breite Schotterpiste. Und schauen Sie vorher lieber keine Horrorgeschichten über irgendwelche Vermissten im australischen Outback…

Allerhöchste Zeit, das Finale der Australian Open zu schauen!

Wieso dieser kleine Exkurs über Australien, werden Sie sich fragen? Nun, dieses Wochenende steht das Finale der AUS Open an – das allererste Grand Slam-Turnier des neuen Jahres! Und falls Ihnen Tennis wenig zusagt, verbringen Sie doch Ihre Zeit am Wochenende damit, bezahlte Online Umfragen auszufüllen! Als Mitglied der Meinungsstudie-Community erhalten Sie regelmäßig Einladungen zu Umfragen, die laut Ihren Profilangaben für Sie interessant sein könnten. Natürlich dürfen Sie frei entscheiden, bei welcher der Online Umfragen Sie mitmachen und wann und wo Sie dies tun! Das Beste daran ist: Es winken wertvolle Gutscheine von Amazon, OBI, H&M und mehr.

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