Wimbledon 2017: Selbst Sportmuffel wissen, dass es sich bei „Wimbledon“ um DAS Tennisturnier des Jahres handelt. Weitaus weniger Menschen sind sich bewusst, dass Wimbledon ein Londoner Stadtteil ist, wo das dritte von jährlich vier Grand-Slam-Turnieren ausgetragen wird. Das Turnier mit dem fast schon altmodischen Charakter fand 1877 zum ersten Mal statt. Im Centre Court fiebern 15.000 Zuschauer mit, wenn es auf dem Rasenplatz um ein Preisgeld von über 28 Millionen Pfund geht. Seit 1937 werden die Wimbledon Championships auch im Fernsehen übertragen.


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Die Rekordhalter von Wimbledon

Mit sieben Einzeltiteln bei den Herren teilen sich William Renshaw, Pete Sampras und Roger Federer den wohl angesehensten Rekord. Der Schweizer Federer heimste sowieso unzählige Preise im Tennissport ein und brach so einige Rekorde. Das Jahrzehnt nach der Jahrtausendwende war seine erfolgsreichste Zeit mit zahlreichen Grand-Slam-Titeln und wiederholten Auszeichnungen als bester Tennisspieler der Welt. 2012 führte er zum bislang letzten Mal die Weltrangliste an – 2017 konnte er den ersten Grand-Slam-Sieg seit fünf Jahren zelebrieren.

Die meisten Einzeltitel insgesamt – neun an der Zahl – gewann Martina Navrátilová, die ihre Glanzzeit zwischen 1978 und 1999 verzeichnete. Die gebürtige Tschechoslowakin gewann insgesamt 18 Grand-Slam-Titel im Einzel und 31 Titel im Doppel – 20 davon entfielen auf Wimbledon, womit sie neben Billie Jean King die Tennisspielerin mit den meisten Wimbledon-Siegen ist. Dabei hält sie auch einen dritten Rekord inne: Mit 46 Jahren gewann sie das Turnier im Jahr 2003 als bisher älteste Tennisspielerin.


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Boris Becker wurde dagegen weltberühmt, als er 1985 im zarten Alter von 17 Jahren den Pokal mit nach Hause nahm und als jüngster Wimbledon-Sieger aller Zeiten gefeiert wurde. Ganze zwei Jahre jünger war die Schweizerin Martina Hingis, die 1996 im Doppel mit Helena Suková ihren ersten Sieg in London einfuhr. Die Engländerin Charlotte Dod war noch einmal drei Tage jünger, als sie 1887 den Rekord als jüngste Wimbledon-Siegerin im Einzel brach. Charlotte Dod war übrigens eine überaus vielseitige Sportlerin – sie nahm an Golfturnieren teil, war Mitglied des Hockey-Nationalteams und trat bei den Olympischen Spielen im Bogenschießen an. Auch für den Wintersport begeisterte sie sich zunehmends, obwohl ihr Fokus steht auf ihrer Tenniskarriere lag.

Arthur Gore – heutzutage mag er nur den wenigstens Tennisfans bekannt sein – glänzt als häufigster Wimbledon-Teilnehmer mit 36 Wettkämpfen zwischen 1888 und 1927. Allerdings gewann er nur vier Titel.

John Isner und Nicolas Mahut hielten die Tenniswelt in Atem, als sie 2010 ein Match absolvierten, das ganze elf Stunden und fünf Minuten andauerte. Das längste Finale gab es zwei Jahre zuvor: Rafael Nadal und Roger Federer brauchten vier Stunden und 48 Minuten, um einen Sieger zu bestimmen.

Ist ein Nachfolger von Boris Becker und Steffi Graf in Sicht?

Die deutschen Tennislegenden heimsten gleich mehrere Siege bei den Wimbledon Championships ein; Steffi Graf konnte sogar sieben Mal gewinnen und wäre damit fast Rekordhalterin geworden. Nach ihnen gewannen nur noch Michael Stich und Philipp Petzschner im Doppel – Deutschland sehnt sich also wieder nach einem Wimbledon-Sieg im Einzel! Die jüngste deutsche Hoffnung heißt Angelique Kerber. Sie gewann 2016 die US Open und Australian Open, holte bei den Olympischen Spielen die Silbermedaille und schaffte es in Wimbledon immerhin ins Finale. Dieses Jahr strebt sie den Sieg an – ob das der Beginn einer neuen Rekordserie sein wird? Das Herz der Deutschen hat sie immerhin schon erobert: Laut einer Umfrage des Sport-Information-Dienstes finden 81% der Befragten Angelique Kerber sympathisch bis sehr sympathisch. 73% der Deutschen haben schon von ihr gehört und 31% erkennen sie sogar auf Anhieb – ihr Bekanntheitsgrad wird sich nach diesem Wimbledon-Turnier sicherlich nochmals steigern1!

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Dieser Absatz wurde von einer 3. Partei verfasst. Die Meinung ist die des Verfassers und repräsentiert nicht unbedingt die Meinung von Research Now oder von Meinungsstudie.de. Diese Informationen sind ohne Gewähr.

 

Referenzen
[1] zeit.de: Umfrage: Deutsche finden Kerber sympathisch. 10.11.2016. Online unter: http://www.zeit.de/news/2016-11/10/tennis-umfrage-deutsche-finden-kerber-sympathisch-10124005 (letzter Aufruf: 05.06.2017)

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