Vielleicht haben Sie es noch nicht mitbekommen, doch der Tennis-Superstar Serena Williams ist schwanger. Die erfolgreichste Tennisspielerin, die seit 1968 andauernd den Open Era gewann, bereits 39 Grand-Slam-Turniere – davon 23 im Einzel –  konnte als dritte Frau jemals alle vier Grand-Slam-Turniere in Folge für sich entscheiden. Sie ist darüber hinaus stolze Besitzerin von vier olympischen Goldmedaillen, beendete bereits fünfmal eine Saison auf Platz 1 der Tennisweltrangliste und durfte sich sechsmal ITF-Spielerin des Jahres nennen. Mit nun 35 Jahren wurde es für sie aus medizinischer Sicht höchste Zeit, das Mutterglück am eigenen Leib zu erfahren. Doch so schön die Familienerweiterung auch sein mag, fragen sich nun viele, wie es nach der Schwangerschaft mit ihrer Tenniskarriere weitergehen wird. Nicht alle schaffen es zurück auf’s Podest. Einige bleiben dem Rummel freiwillig fern und konzentrieren sich voll und ganz auf ihren Nachwuchs. Andere kämpfen mit den Pfunden oder verlieren während der längeren Abwesenheit die nötige Kondition. Serena Williams gibt derzeit an, nach der Geburt an die Weltspitze zurückkehren zu wollen. Theoretisch möglich scheint es, denn diese Weltklasse-Sportlerinnen haben es ihr vorgemacht:

Margaret Court

Die ehemalige australische Top-Spielerin mag heutigen Tennisfans vielleicht kein Begriff mehr sein. Doch sie prägte die Sportswelt als erste Mutter, die drei Grand-Slam-Titel einheimste. Damit ist sie zusammen mit Kim Clijsters Rekordhalterin in dieser Hinsicht. Die heute 74-Jährige trat erst zurück, als sie 1977 das Dritte von vier Kindern erwartete.

Kim Clijsters

Die Grand-Slam-Bilanz der 1983 geborenen Belgierin ist nicht ganz so beeindruckend wie die von Margaret Court oder Serena Williams. Bislang gewann sie sechs der begehrten Titel; allerdings erfolgten drei davon nach der Geburt ihres Kindes im Jahr 2008. Der Sieg bei den Australien Open 2011 war ihr letzter großer Erfolg, bevor sie die Karriere endgültig aufgab. Dies war allerdings weniger der Familie, sondern den sich häufenden Verletzungen und Beschwerden geschuldet.

Heike Drechsler

Die Leichtathletin schrieb im Weitsprung so einige Rekorde. Drei Jahre, nachdem ihr Sohn zu Welt gekommen war, erzielte sie ihren ersten Olympiasieg. Im Jahr 2000 konnte sie das Ganze wiederholen.

Birgit Fischer

Während ihrer langen Karriere als Kanutin und erfolgreiche Olympionikin sammelte Birgit Fischer auch zwischen ihren Schwangerschaften und als zweifache Mutter zahlreiche Medaillen.

Marit Björgen

Die norwegische Langläuferin setzte im Winter 2015/16 als frisch gebackene Mutter komplett aus. In der darauffolgenden Saison stand sie schon wieder auf den Skiern und holte viermal WM-Gold1,2.

Diese Babypause ist mehr als verdient

Die Liste der erfolgreichen Mütter/Sportlerinnen ist ziemlich lang. Der Beweis, dass Frauen nach der Babypause und trotz Familienstress wieder voll durchstarten können, ist definitiv gegeben. Außerdem ist Serena Williams nicht die einzige Tennisspielerin, die sich derzeit im Babyglück befindet: Viktoria Asarenka brachte Ende 2016 ihren Sohn zur Welt und kündigte für diesen Sommer bereits ihre Rückkehr an. Auch Flavia Pennetta, die 2015 ihren ersten und einzigen Grand-Slam-Sieg feierte, ist derzeit schwanger. Allerdings nutzte sie den freudigen Lebenswandel sogleich, um von dem Profisport zurückzutreten.

Ob Serena Williams als frischgebackene Mutter in die “Hall of Fame der Tennis-Mütter” aufgenommen wird, bleibt mit größter Spannung abzuwarten. Die Fans hoffen zwar sehr darauf, sind sich aber einig, dass Serena Williams nach solch einer Bilderbuchkarriere niemandem mehr etwas beweisen muss.

 

Dieser Absatz wurde von einer 3. Partei verfasst. Die Meinung ist die des Verfassers und repräsentiert nicht unbedingt die Meinung von Research Now oder von Meinungsstudie.de. Diese Informationen sind ohne Gewähr.

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