Während sich die amerikanische Politik ganz und gar nicht um die globale Erderwärmung zu kümmern scheint, herrscht Umfragen zufolge in vielen anderen Regionen dieser Welt große Besorgnis. Immerhin soll der Klimawandel nicht nur mehr Hitze, sondern auch extremere Wetterschwankungen und häufigere katastrophale Naturereignisse nach sich ziehen. Dürreperioden, Wasserknappheit und Hitzewellen bringen die Menschen in Lateinamerika, Subsahara-Afrika und dem Nahen Osten schon jetzt ins Schwitzen – in Deutschland gibt es aber ein anderes Problem. Hierzulande könnte es in Zukunft besonders nass und stürmisch werden. Die Frage ist also: Wie sicher sind wir vor den negativen Begleiterscheinungen der Erderwärmung, und haben die Orkane, Mini-Tornados und Jahrhunderthochwasser der vergangenen Jahrzehnte tatsächlich etwas damit zu tun?

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Was geschieht mit dem deutschen Wetter?

Hitzerekorde beherrschen neuerdings die Medien in Deutschland. Schaut man sich die Temperaturaufzeichnungen des letzten Jahrhunderts monatsweise an, wird ersichtlich, dass neun der zwölf Monate ihr Allzeit-Temperaturhoch irgendwann nach der Jahrtausendwende durchlebten. Lange her sind dagegen die Tage, als man im Juli ein Mittel von nur 14°C erreichte, oder der Dezember durchschnittlich -5,3°C kalt war, denn seit 1940 verzeichnete das deutsche Klima keinen absoluten Kälterekord mehr. Die Zahlen sprechen eindeutig für eine Erwärmung Deutschlands1. Doch was passiert mit den Wolken, dem Wind und dem Meer, wenn die Luft immer wärmer wird? Schwere Regenfälle, Tornados, Sturmfluten und andere katastrophale Ereignisse, die uns in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten erzittern ließen, werden gerne als die ersten Vorboten des Klimawandels in Deutschland gedeutet. Doch ein paar Fachleute behaupten steif, das sei Teufel-an-die-Wand-Malerei; denn tatsächlich gibt es noch keine handfesten Beweise dafür, dass hierzulande Unwetterereignisse zunehmen.

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Vor allem Versicherungsgesellschaften hegen ein großes Interesse an dem Auftreten von Unwettern. Den Daten der Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft zufolge scheinen sich insbesondere die Sturmschäden seit der Jahrtausendwende zu mehren. Dagegen verzeichnen Hagel- und Sturzflutschäden keine sichtbare Zunahme während der vergangenen Jahrzehnte, und Tornadoschäden sind alles andere als neu – sie wurden bereits in den 80ern gemeldet. Nimmt man alle wetterbedingten Extremereignisse (inklusive Winterstürme und Flussüberschwemmungen) zusammen, habe sich die Zahl der Naturkatastrophen in Deutschland seit den 70er Jahren verdreifacht [2].

Wer einen genauen Einblick in das Klima haben möchte, sollte allerdings keine Versicherungsgesellschaft heranziehen, sondern die Meteorologen und Klimaforscher direkt befragen. Laut den Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes, die immerhin bis 1950 zurückreichen, gibt es keinen nachweislichen Trend zu mehr Starkregenereignissen. Ein 2015 veröffentlichter Bericht des Umweltbundesamtes kommt zu dem gleichen Schluss: Die Anzahl der Tage mit Starkregen hat in Deutschland nicht zugenommen.

Die Wahrnehmung ist eine ganz andere Sache: Die Städte wachsen, die Menschen leben auf immer dichterem Raum und besitzen immer mehr wertvolle Güter. Außerdem ist die ganze Klimawandel-Unwetter-Geschichte ein gefundenes Fressen für die Sensationsmedien. All diese Faktoren führen dazu, dass es so scheint, als würden die Unwetter in Deutschland immer häufiger und schwerwiegender. Stattdessen werden sie vielleicht nur folgenreicher und populärer.

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Das bedeutet natürlich nicht, dass die Befürchtungen der Deutschen vollkommen unbegründet sind. Denn theoretisch führen wärmere Temperaturen zu einer höheren Regenwahrscheinlichkeit, ganz einfach deswegen, weil wärmere Luft mehr Feuchtigkeit „aufnehmen“ kann, bevor es zu einem Regenguss kommt. Jedoch fehlt bislang der Nachweis in Form von meteorologischen Daten [3].

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Dieser Absatz wurde von einer 3. Partei verfasst. Die Meinung ist die des Verfassers und repräsentiert nicht unbedingt die Meinung von Research Now oder von Valuedopinions.de. Diese Informationen sind ohne Gewähr.

Referenzen
[1] Malberger et al.: Klimawandel in Deutschland. Wärmer, wärmer, wärmer. Online unter: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2015-12/klimawandel-deutschland-temperatur-hitzerekord (letzter Aufruf: 21.08.2017)
[2] Lüdemann et al.: Unwetter. Ist das jetzt der Klimawandel? Online unter: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2016-06/unwetter-bayern-extremwetter-klimawandel-meteorologie (letzter Aufruf: 21.08.2017)
[3] Bojanowski: Starkregen in Deutschland. Das Unwetter und der Klima-Bluff. Online unter: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/unwetter-die-bizarre-sehnsucht-nach-klimawandel-a-1096368.html (letzter Aufruf: 21.08.2017)

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