King Kong begleitet die Filmbranche wie kaum eine andere fiktive Kreatur. Wer sich einmal den Spaß erlaubt, alle Filme von den frühen Anfängen 1933 bis zur rezentesten  Kinosensation 2017 anzuschauen, erlebt ein Stück Filmgeschichte hautnah mit.

Der überdimensionale Affe gilt als erstes erfundenes „Filmmonster“, das nicht auf einer Literaturvorlage basiert. Die Produzenten Merian C. Cooper und Ernest B. Schoedsack hauchten King Kong dank ihrerzeit verblüffender Spezieleffekte in dem Film King Kong und die weiße Frau erstmals Leben ein. Noch im selben Jahr erschien die Fortsetzung King Kongs Sohn. Für Panik um King Kong aus dem Jahr 1949 hatte sich das Erfolgsteam abermals zusammengesetzt. Der deutsche Kinonamen verwirrt allerdings: Der Film, im Original Mighty Joe Young, handelt eigentlich von einem Riesengorilla namens Joe, der in Afrika aufwächst und später in einer Show in Los Angeles auftritt, wobei er allerdings schlecht behandelt wird.

Die japanische Definition von Monstergorilla

King Kong schien vor allem die Passion der japanischen Filmemacher zu wecken, denn schon bald nach dem Erscheinen des Originals entstanden erste, heutzutage verschollene Imitate unter dem Namen Japanischer King Kong und King Kong erscheint in Edo – allerdings ohne die rechtliche Erlaubnis. 1962 und 1967 liefen Die Rückkehr des King Kong und King Kong, Frankensteins Sohn in den deutschen Kinos an, für die sich die japanischen Toho-Studios verantwortlich zeichneten. Von nun galt King Kong wahrliches als Monster mit einer zerstörerischen Wut und übernatürlichen Fähigkeiten, das in (seinerzeit) spektakulären Actionszenen gegen Godzilla und den Riesenroboter MechaKong ankämpfte. 1974 trat King Kong als Cyborg (= Mischung aus lebendigem Wesen und Maschine) abermals gegen Godzilla an. In den amerikanischen Original-Filmen war die Atmosphäre stattdessen eher herzlich, komisch und sentimental.

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Es leben die Neuverfilmungen

1976 fiel der Riesenaffe erneut der schönen weißen Frau zum Opfer – diesmal übernahm die bis dahin unbekannte Jessica Lange diese Rolle. Die eigens für den Film entworfene, 12m große mechanische Figur war allerdings so schwer zu bedienen, dass sie für gerademal 15 Sekunden auf der Leinwand zu sehen war. Trotzdem waren Kinofans begeistert. Zehn Jahre später wollte der Regisseur John Guillermin an den Erfolg anknüpfen, doch der Film King Kong lebt floppte auf ganzer Linien.

2005 gelang Peter Jackson ein packendes, zeitgemäßes Schauspiel, das nun überwiegend auf Computeranimationen basierte. King Kong nahm als zweite Neuverfilmung die Originalgeschichte von dem Affen auf, der auf der mysteriösen Insel Skull Island lebt, von einem Filmteam entdeckt wird und sich sofort in die weiße Frau verguckt, die er um jeden Preis beschützen will. Dank der Motion-Capture-Technik zeigte King Kong – wie bereits Gollum in Herr der Ringe – wahrlich menschliche Gesichtszüge. Mit Naomi Watts, Jack Black und Adrien Brody in den Hauptrollen, spielte der über 230 Millionen Dollar teure Film mehr als das Doppelte seines Budgets ein.

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Eine Reise nach Skull Island

Kong: Skull Island ist sozusagen ein Prequel zu der Klassiker-Geschichte von 1933. In dem Film mit Samuel L. Jackson, John Goodman, Brie Larson und John C. Reilly steht die Heimat des überdimensionalen Affens, Skull Island, im Zentrum der Aufmerksamkeit. Dort stößt ein Expeditionsteam während der 70er Jahre nicht nur auf den herrscherischen King Kong, den König aller Primaten, sondern auch auf andere Urzeitmonster, Ur-Einwohner und einen vor langer Zeit hier gestrandeten Amerikaner. Folglich beginnt ein erbitterter Kampf: Mensch gegen ungezähmte Wildnis. Behält der Trailer Recht, sehen wir ab dem 09. März einen actiongeladenen Film à la Hollywood, in dem mächtig gekämpft, geballert, gefürchtet und gestaunt wird.

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